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05-2017

Gesunde Ernährung und wirkungsvolles Abnehmen


Zuerst war der Zucker schuld, dann das Fett, zuletzt waren es die Kohlenhydrate – die Liste der angeblichen Dickmacher ist lang. Jeder neuen Ernährungsstudie folgt die entsprechende Diät auf dem Fuß. Immer neue Erkenntnisse im Bereich der Ernährungsberatung, mit  abenteuerlichen Behauptungen diverser Diätanbieter, verunsichern uns in zunehmendem Maße. Angelockt von Versprechungen wie „5 Kilos in 10 Tagen“, „Essen Sie was Sie wollen und nehmen Sie trotzdem dabei ab“, … oder ähnlichem, stehen Menschen immer wieder alle möglichen (und unmöglichen) Kuren, einseitigen Diäten und „Wunderbehandlungen“ durch.



Nach einer gewissen Zeit müssen die meisten erkennen, dass es noch die „leichtere Übung“ war, das Gewicht abzunehmen, als das Zielgewicht dann auch lange Zeit zu halten.



Der allen bekannte Jojo-Effekt ist eingetreten: Nach Beendigung der Diät ist das Gewicht wieder nach oben geschnellt – oft sogar über das Ausgangsgewicht. Eine Gewichtsabnahme ist nur dann effektiv, wenn bei gesunder, ausgewogener Kost das niedrigere Gewicht über längere Zeit auch gehalten werden kann.



Es kursieren mindestens so viele Irrtümer übers Abnehmen wie es aktuelle Diäten gibt.



1. Sport löst alle Figurprobleme, denn Problemzonen kann man wegtrainieren



Leider nein, es gilt zwischen Gewichts- und Figurproblemen zu unterscheiden!



Es geht ausschließlich um das Verhältnis zwischen Kalorienverbrauch und Kalorienaufnahme. Wer seiner Gesundheit Gutes tun will, ist mit sportlicher Betätigung auf der richtigen Seite, Gewichts- bzw. Figurprobleme lassen sich damit allerdings nur bedingt lösen. Der Erfolg ist stark von der Art und Weise der sportlichen Betätigung abhängig. Kraftsport wirkt sich sicherlich positiv auf die Definition der Muskeln aus und strafft die Figur, aber Gewicht lässt sich damit nicht reduzieren, da Muskeln schwerer sind als Fett.



Wer abnehmen will, für den eignet sich am besten Ausdauersport, denn da ist der Kalorienverbrauch höher und nur darum geht es beim Abnehmen. Sinnvoll sind Jogging, Schwimmen, schnelles Radfahren, Inline-Skating, sowie Fitnesstraining und Mannschaftssportarten wie Volleyball usw.



Der Organismus muss mehr Energie verbrauchen, als ihm zugeführt wird. Aber bitte realistisch sein und keine überzogenen Erwartungen aufkommen lassen!



Bei sportlicher Betätigung verbrennt man oft nicht so viel Energie, wie man denkt. Eine halbe Stunde Joggen zum Beispiel verbraucht gerade einmal die Kalorien eines Schokoriegels.



2. FdH ersetzt effektiv alle Diäten



FdH („Futtere die Hälfte“) besticht zweifellos durch seine hohe Alltagstauglichkeit, aber wer seine Mahlzeiten halbiert, bekommt zu wenig Vitamine und Ballaststoffe, die unsere Nahrung im Normalfall sowieso schon in zu geringen Mengen enthält.



3. Light-Produkte sparen Kalorien



„Fettarm oder „Diät-“, egal welche Attribute die zahlreichen Light-Produkte schmücken, alle suggerieren, dass man durch kalorienreduzierte Nahrungsmittel leichter abnimmt ohne hungern zu müssen. Leider unwahr, die meisten derartigen Produkte haben zwar weniger Kalorien, sie sättigen aber auch schlechter, sodass man mehr davon isst, um satt zu werden.  „fettarm“ heißt nicht gleichzeitig kalorienarm, da die eingesparten Mengen an Fett oft durch vermehrten Einsatz von Zucker kompensiert werden. Und wenn anstatt Zucker künstliche Süßstoffe zum Einsatz kommen, führt dies erst recht wieder zu Heißhungerattacken, da dem Körper Zuckerzufuhr vorgegaukelt wird und dieser Insulin ausschüttet. Das hat zur Folge dass der Blutzuckerspiegel sinkt und darauf reagieren wir mit HUNGER!



4. Trennkost macht schlank



Die Theorie, wonach Eiweiß und Kohlenhydrate vom Körper nicht gleichzeitig verdaut werden können und deshalb nicht gemeinsam konsumiert werden sollten, ist wissenschaftlich widerlegt. Gemäßigte Trennkost macht trotzdem Sinn, da sie relativ ausgewogen ist, Fleisch und Fett spart und auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte setzt.



5. Dinner Cancelling lasst die Kilos purzeln



 Wenn Dinner Cancelling richtig dosiert angewendet wird, kann es eine sehr wirkungsvolle Maßnahme zur Gewichtsreduktion sein. Dabei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass nach 17 Uhr nur noch Flüssiges zu sich genommen wird (z. B. ungesüßte Kräutertees oder Mineralwasser, aber auch eine Gemüsebrühe ist erlaubt). Um Heißhungerattacken zu vermeiden, muss tagsüber ganz besonders auf abwechslungs- und vitalstoffreiche Kost geachtet werden, um den Körper optimal mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen.



6. Zucker macht dick



Zucker allein macht nicht dick, auch hier zählt ausschließlich das Verhältnis von aufgenommener zu verbrauchter Energie. Außerdem ist Zucker ein wichtiger Energielieferant für unser Gehirn. Eine „zuckerfreie“ Ernährung ist fast unmöglich, da in nahezu jedem Lebensmittel Zucker steckt – und sei es nur in Form von Stärke.



7. Fett macht fett



Falsch, denn die Zufuhr von Fett ist lebenswichtig: Die Vitamine A, D, E und K könnte unser Körper ohne Fett gar nicht verwerten. Generell gilt aber: Finger weg von gesättigten Fettsäuren (z.B.in einigen Fleisch- und Wurstsorten), denn sie erhöhen die Blutfettwerte. Zu bevorzugen sind ungesättigte Fette – wie vor allem in Oliven- oder Distelöl, Fisch (z.B. Lachs, Makrele) und Avocados vorhanden. Die Empfehlung der täglichen Fettzufuhr für einen erwachsenen Menschen liegt bei 60 – 80 Gramm



Sie brauchen keine teuren Appetitzügler, beherzigen Sie einfach folgende Hinweise:



Wenn Sie mehr Energie in Form von Kalorien aufnehmen, als Sie verbrauchen, wird die überschüssige Energie in den Fettzellen gespeichert. Ob die Kalorien von Eiweiß, Fett oder Kohlenhydraten stammen, ist für die Energiebilanz letztlich völlig egal.



Abnehmen bedeutet nicht nur körperlich konsequent zu bleiben, erfolgreich abnehmen beginnt immer im Kopf. Machen Sie sich bewusst warum Sie abnehmen wollen, denn nur wenn die Motivation stimmt, werden Sie auf Dauer Erfolg haben.



Setzen Sie sich realistische Ziele, dann können Sie schnell kleine Erfolge feiern.



Achten Sie auf versteckte Fette in Lebensmitteln und bevorzugen Sie magere Milchprodukte (Joghurt, Quark) und Wurstsorten (Putenbrust, Schinken).



Verwenden Sie hochwertige Fette.



Ballaststoffreiche Kost hält länger satt – viele Gemüsearten haben einen hohen Ballaststoffgehalt



Bewegen Sie sich möglichst viel und möglichst häufig. Sport alleine bringt die Kilos nicht zum Verschwinden, aber ihre Gesundheit dankt es Ihnen auf jeden Fall!



 


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